Roman amphitheatre of Tours, Römisches Amphitheater in Tours, Frankreich
Das römische Amphitheater von Tours ist ein antikes Bauwerk, das in eine Senke auf einem leichten Hügel eingebettet liegt und eine elliptische Form aufweist. Die Struktur nutzt die natürliche Topographie des Geländes und zeigt, wie die Römer ihre Bauwerke an die vorhandene Landschaft anpassten.
Das Amphitheater stammt aus der Zeit, als die Stadt Caesarodunum hieß und die Römer sie als wichtigen Handelsort entwickelten. Im dritten Jahrhundert wurde das Bauwerk in eine Festung umgewandelt, was seiner wechselvollen Geschichte unter militärischer Kontrolle markiert.
Der Platz war einst das Zentrum für Pferderennen und Kämpfe, wo sich die Bevölkerung versammelte, um Spektakel zu erleben. Diese Funktion als öffentlicher Treffpunkt hat sich über Jahrhunderte hinweg verändert, aber die Erinnerung daran prägt bis heute das Verständnis der Menschen für diesen Ort.
Man kann die Überreste des Bauwerks von außen von der Rue du Général-Meusnier aus erkunden, die dem Rand der Struktur folgt. Der beste Zeitpunkt für einen Besuch ist am frühen Morgen, wenn das Gelände weniger überlaufen ist und man die Form des Bauwerks besser verstehen kann.
Die Fundamente des Amphitheaters wurden im Mittelalter zu Kellern für die Häuser von Kirchenkanonkern umgebaut und blieben über Jahrhunderte vergessen. Erst im 19. Jahrhundert erkannten Historiker durch die ungewöhnliche Kurvenform der Straßen, dass dort ein antikes Amphitheater verborgen lag.
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