Château de la Flachère, Mittelalterliche Burg in Saint-Vérand, Frankreich
Das Château de la Flachère steht auf einem Hügel über dem Zusammenfluss von Azergues und Soanan in Saint-Vérand. Der rechteckige Hauptbau, zwischen 1863 und 1869 in Backstein und goldenem Stein mit Schieferdächern wiedererrichtet, hat runde Türme mit Kegeldächern an den Ecken, Reihen hoher Fenster und einen steinernen Mitteleingang mit Stufen. Das Gut umfasst rund 270 Hektar auf den Gemeinden Saint-Vérand, Le Bois-d'Oingt und Légny.
La Flachère war im 13. Jahrhundert Sitz einer Kommende des Malteserordens. Durch Heirat ging es 1584 von den Paranges an die Chévriers, dann unter Ludwig XV. an die Durand und 1796 an die Chaponay. Diese ließen das heutige Schloss von 1863 bis 1869 nach Plänen von Eugène Viollet-le-Duc neu errichten; die Gesamtanlage wurde 1875 vollendet. 1911 kam sie durch Constance de Chaponay an die Lévis-Mirepoix.
Die Familie Chaponay, die das Schloss wieder aufbauen ließ, entnahm ihr Motto dem Hahn ihres Wappens: „Gallo canente spes redit“ (wenn der Hahn kräht, kehrt die Hoffnung zurück). Die von ihr eingerichteten Räume – Billardzimmer, Musikzimmer, große und kleine Bibliothek – wurden zusammen mit der Ehrentreppe als Monument historique eingestuft oder eingetragen.
Das Schloss ist in Privatbesitz und nicht zu besichtigen; 1979 wurde das Gut in mehrere Anwesen aufgeteilt. Es steht auf einer Anhöhe über dem Zusammenfluss von Azergues und Soanan; die Wiesen und die terrassierten Nebengebäude sind von den öffentlichen Wegen in Saint-Vérand, Légny und Le Bois-d'Oingt aus zu sehen.
Der Park wurde von Varey gestaltet und enthält seltene Baumarten, die man sonst nicht in dieser Region findet. Ein bemerkenswertes Wassersystem durchzieht die Anlage und versorgt sie bis heute mit Wasser.
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