Cimetière des Carmes, Historischer Friedhof in Clermont-Ferrand, Frankreich.
Der Cimetière des Carmes ist ein Friedhof in Clermont-Ferrand mit elf Hektar Flache und rund sechstausend Grabstellen. Das Gelande ist durchzogen von hundertacht Wegen zwischen Ahorn-, Zedern- und Lindenbäumen, dazu kommen separate Bereiche für französische, deutsche und Commonwealth-Kriegsgräber.
Der Friedhof wurde 1816 auf dem Gelande eines ehemaligen Karmeliterklosters gegründet und expandierte in den Jahren 1846 und 1908, um das Wachstum der Stadt zu unterstützen. Diese Erweiterungen zeigen, wie sich die Beisetzungspraktiken und der Platzbedarf der wachsenden Bevölkerung anpassten.
Der Friedhof zeigt sich heute als Freilichtmuseum mit verschiedenen Baustilen: Neoklassizismus, Neugotik und Jugendstil prägen das Erscheinungsbild der Grabmäler. Besucher können beim Spaziergang beobachten, wie diese unterschiedlichen Stilrichtungen nebeneinander die Entwicklung künstlerischer Vorlieben über Generationen widerspiegeln.
Das Gelande behält sein ursprüngliches Eingangstor und die Einfassung aus dem neunzehnten Jahrhundert, was dem Ort seinen historischen Charakter bewahrt. Besucher sollten bedenken, dass die geschwungenen Wege und unterschiedlichen Bereiche viel Zeit zum Erkunden bieten.
Der Fluss Tiretaine fließt seit 1886 durch das Friedhofsgelande und teilt es auf natürliche Weise in alte und neue Abschnitte. Diese Wasserscheide schafft eine optische und geografische Grenze, die Besuchern hilft, die zwei unterschiedlichen Phasen der Friedhofsgeschichte zu verstehen.
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