Église Notre-Dame et Saint-Loup de Montereau, Mittelalterliche Kirche in Montereau-Fault-Yonne, Frankreich.
Die Kirche Notre-Dame-et-Saint-Loup ist ein kreuzförmiger Bau nahe dem Zusammenfluss von Seine und Yonne in Montereau-Fault-Yonne. Die Fassade aus grauem und cremefarbenem Stein zeigt links eine flache Turmwand mit paarigen schmalen Fenstern, in der Mitte eine Rosette in einer breiten Bogenblende über einem spitzbogigen, mehrfach gestuften Portal und rechts einen dickeren Turm mit flachem Abschluss. Das schmale Schiff wird von Spitzbögen auf Bündelpfeilern mit Rippengewölben gesäumt.
Michel de Corbeil, Erzbischof von Sens, gründete hier 1195 ein Kapitel von neun Kanonikern, und die Kirche wurde in Etappen errichtet: der Nordturm zwischen dem 12. und 14. Jahrhundert, das Schiff im 13., das nördliche Seitenschiff im 14. und das südliche im 16. Jahrhundert. 1419 wurden Johann Ohnefurcht und sein Diener Archambaud de Foix nach seiner Ermordung auf der Brücke hier vorläufig bestattet. 1772 wurde das Kapitel aufgehoben, und im Juni 1940 beschädigten Bombenangriffe auf die Brücken über Yonne und Seine den Bau schwer.
1195 gründete der Erzbischof von Sens, Michel de Corbeil, ein Kapitel von neun Kanonikern; eine der Kapellen diente als Pfarrkirche von Montereau. 1772 hob Erzbischof Paul d'Albert de Luynes das Kapitel auf, und die Stiftskirche wurde unter dem Namen Notre-Dame-et-Saint-Loup einfache Pfarrkirche. Zur Ausstattung gehören der 1908 klassifizierte Altaraufsatz und die 1995 klassifizierte Grablegung Christi aus dem 17. Jahrhundert von Frère Luc.
Die Kirche liegt nahe dem Zusammenfluss von Seine und Yonne im Nordosten von Montereau-Fault-Yonne, nicht auf einem Hügel. Die Fassade gliedert sich in drei senkrechte Abschnitte: links eine flache Turmwand, in der Mitte das Joch mit der Rosette, rechts ein dickerer Turm mit flachem Abschluss. Im Inneren ist das Schiff hoch und schmal, mit Spitzbögen auf gebündelten Säulen und Kreuzrippengewölben.
1419 wurde Johann Ohnefurcht, Herzog von Burgund, nach seiner Ermordung auf der Brücke von Montereau vorläufig in der Kirche beigesetzt, zusammen mit seinem Diener Archambaud de Foix. Die Kirche bewahrt ein Gemälde der Grablegung aus dem 17. Jahrhundert von Frère Luc, das 1995 als Monument historique eingestuft wurde.
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