Centre François Mauriac de Malagar, Literarisches Anwesen und Kulturzentrum in Saint-Maixant, Frankreich.
Das Centre François Mauriac de Malagar ist ein Herrenhaus aus dem 18. Jahrhundert in Saint-Maixant, nordöstlich des Ortes an der Straße D19. Der dreigeschossige Mittelbau trägt ein dunkles Walmdach mit kleiner Laterne, flankiert von niedrigeren Flügeln; weiß gerahmte Fenster mit hellen Läden blicken auf eine breite Wiese, und Klettergrün bedeckt die unteren Mauern. Zwei Keltereien, ein Bauernhof, ein Taubenschlag und ein vier Hektar großer Park umgeben es.
Malagar gehörte bis zum Verkauf als Nationalgut 1792 den Celestinern von Verdelais. Jean Mauriac, der Urgroßvater des Schriftstellers, kaufte das Gut mit seinen 20 Hektar Reben 1843. François Mauriac erbte es beim Tod seiner Mutter 1927 und hielt sich dort jährlich drei bis vier Monate auf, zu Ostern und zur Weinlese.
Der Ort bewahrt das Andenken an einen bedeutenden französischen Schriftsteller durch regelmäßige Ausstellungen und literarische Veranstaltungen, die hier stattfinden. Besucher können die Räume sehen, in denen dieser Autor seine Werke schuf und arbeitete.
Das Gut liegt auf den Höhen nordöstlich von Saint-Maixant an der Departementsstraße D19 zwischen Langon und Verdelais. Das Haus wird bei einer Führung gezeigt, im ehemaligen Weinkeller ist die Ausstellung zu François Mauriac untergebracht; der Park lässt sich zu Fuß durchqueren. Nach Norden öffnet sich vor dem Haus eine lange Wiese, die zu den Hängen von Benauge abfällt und durch eine neu gepflanzte Pappelallee vom Weinberg getrennt ist.
Die Linde im Innenhof wurde 2018 als „Arbre remarquable“ eingestuft. Im Park ließ Mauriac ein Stück Kiefern aus Saint-Symphorien umpflanzen, und die 1847 von seinem Urgroßvater gepflanzten Hainbuchen bilden ein Mittelschiff und zwei Seitenschiffe, die zur Terrasse de Malagar führen.
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