Façade of the Palais de la Porte Dorée, Skulptur von Alfred Janniot
Die Fassade des Palais de la Porte Dorée ist eine monumentale Steinfassade mit einem riesigen Flachrelief, das die gesamte Vorderseite bedeckt. Das Relief zeigt tausende von Figuren, Tiere und Szenen aus verschiedenen Teilen der Welt, von afrikanischen Landschaften über asiatische Regionen bis zu Häfen und mythologischen Darstellungen, alles in harmonischer Anordnung auf einem ebenen Untergrund ohne perspektivische Tiefe.
Das Relief wurde zwischen 1929 und 1931 von dem Künstler Alfred Janniot geschaffen und sollte die Koloniale Ausstellung von 1931 in Paris begleiten, ein großes Ereignis, das Frankreichs Überseeterritorien feierte. Die Schöpfung war eine technische Meisterleistung, die Janniot und etwa 30 Arbeiter mit Gips- und Steinschnitt-Techniken über zwei Jahre hinweg realisierten.
Der Name bezieht sich auf die goldene Tür, die einst den Eingang zierte und vom Reichtum der Kolonien sprach. Heute können Besucher an der Fassade sehen, wie die Künstler damals Menschen aus verschiedenen Regionen der Welt dargestellt haben, mit ihren Kleidern, Frisuren und Werkzeugen, um eine Geschichte von Vielfalt und Wohlstand zu erzählen.
Die Fassade ist von der Straße aus leicht sichtbar und bietet den besten Blick vom Platz vor dem Gebäude, wo man die gesamte Komposition erfassen kann. Der Ort ist gut mit öffentlichen Verkehrsmitteln erreichbar und liegt im 12. Arrondissement, daher sollten Besucher auf eine angenehme Gehzeit einplanen, um alle Details des Reliefs in Ruhe zu betrachten.
Das Relief gilt als eines der größten Flachreliefs der Welt und umfasst eine Fläche von etwa 1130 Quadratmetern mit Stein aus Poitou. Janniot arbeitete mit lebenden Modellen und erstellte Ton- und Gipsmodelle, bevor die Steinblöcke geschnitten wurden, um sicherzustellen, dass die überlebensgroßen Figuren von der Straße aus deutlich sichtbar waren.
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