Fours à chaux du Rey, Kalkbrennöfen in Regnéville-sur-Mer, Frankreich
Die Fours à chaux du Rey sind vier große Kalköfen, die an die ehemalige Abbauwand des Kalksteinbruchs von Rey angebaut sind. Ihre gerundeten, sich verjüngenden Turmabschnitte bilden eine massive geschwungene Mauer aus rauem grauem Stein, verwittert und mit Moos- und Algenflecken. Zwei Bogenöffnungen durchbrechen den unteren Teil, jede mit hellem Steinrahmen und dunklem Inneren.
Die vier Öfen wurden zwischen 1852 und 1854 nach Plänen des Ingenieurs Pierre Simoneau errichtet, gestützt auf die alte Abbauwand des Kalksteinbruchs von Rey. Kohle aus Wales kam mit Schonern in den Strandungshafen von Regnéville, örtlicher Kalkstein ging zu den Kanalinseln und an die bretonische Küste. Die Kalkherstellung für saure Böden endete um die späten 1880er Jahre.
Die Stätte beherbergt heute das Maritim-Museum von Regnéville, das die lokale Industriegeschichte durch Modelle und Rekonstruktionen von Schifffahrts- und Kalkproduktionsaktivitäten zeigt. Besucher können hier nachvollziehen, wie diese Handwerkskunst das wirtschaftliche Leben der Region prägte.
Die Öfen befinden sich an der Route des Fours à Chaux und sind über geführte Touren mit Audioerklärungen zur historischen Nutzung der Anlage zugänglich. Es wird empfohlen, sich vorher über die Öffnungszeiten zu informieren, da der Zugang begrenzt sein kann.
Die vier Öfen wurden an die alte Abbauwand des Kalksteinbruchs Rey angebaut, sodass der Fels Teil der Anlage war. Erhalten sind zudem die Reste einer Waage (bascule), die mit den Öfen durch Erlass vom 26. August 1991 unter Denkmalschutz gestellt wurden.
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