Lille Courthouse, Modernistisches Gerichtsgebäude im Viertel Vieux-Lille, Frankreich
Das Lille Courthouse ist ein Justizgebäude aus den 1960er Jahren im Stadtzentrum von Lille, das aus einem hohen Betonturm und einem niedrigeren, flachen Quertrakt besteht. Die beiden Teile bilden zusammen einen einzigen großen Komplex, der sich entlang einer zentralen Straße erstreckt.
Auf dem Gelände stand früher die Stiftskirche Saint-Pierre, bevor an ihrer Stelle ein neoklassizistisches Justizgebäude errichtet wurde, das der Architekt Victor Leplus 1839 entwarf. Das heutige Gebäude wurde 1968 fertiggestellt und ersetzte diesen Vorgängerbau vollständig.
Das Gebäude aus den 1960er Jahren zeigt einen Baustil, der damals für öffentliche Einrichtungen typisch war: Sichtbeton, große Glasflächen und schlichte Innenräume. Wer das Gebäude betritt, spürt sofort, dass hier Funktionalität über alles andere gestellt wurde.
Das Gebäude liegt im Herzen von Lille und ist gut zu Fuß zu erreichen. Es ist ein aktives Gericht, daher ist der Zugang für die Öffentlichkeit auf bestimmte Bereiche beschränkt, und ein Besuch ist in der Regel nur an Werktagen möglich.
Der neue Komplex ist vom Volumen her etwa zehnmal größer als das neoklassizistische Gebäude, das er ersetzt hat. Diese Größe ermöglichte es, alle Gerichtsfunktionen unter einem Dach zu vereinen, was damals für ein französisches Gericht ungewöhnlich war.
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