Église Notre-Dame-de-l'Assomption, Mittelalterliche Kirche in Labastide-d'Armagnac, Frankreich.
Die Kirche Notre-Dame-de-l'Assomption liegt an der Südostecke der Place Royale, wo ihr Turm die Arkadenreihe unterbricht. Der flache Chorabschluss von etwa sechzehn Metern Breite besteht aus mittelgroßem Stein und wird von zwei Eckstreben und einer mittleren Strebe gestützt; drei Fenster durchbrechen die Wand. Der Glockenturm-Portikus vom Anfang des 15. Jahrhunderts hat ein Untergeschoss mit umlaufender Steinbank, und seine Seitenfenster wurden 1820 eingebrochen.
Die zwischen dem 14. und 15. Jahrhundert gegründete Kirche bestand ursprünglich nur aus einem rechteckigen Saal, wie in den meisten Bastiden der Region. Der Glockenturm mit Vorhalle wurde Anfang des 15. Jahrhunderts an die Fassade gebaut; im 16. Jahrhundert wurde das Dach erhöht und die ersten beiden Joche ab dem Chor eingewölbt. Die zunächst dem Heiligen Johannes dem Täufer geweihte Pfarrei wurde 1638 nach dem Gelübde Ludwigs XIII. Notre-Dame de l'Assomption gewidmet. Das heutige Gewölbe wurde erst 1880 fertiggestellt.
Der Chorraum zeigt ein Wandgemälde des Malers Seroni aus dem Jahr 1831, ausgeführt mit natürlichen, mit Leim gebundenen Pigmenten. Die Grisaillemalerei in Erdfarben täuscht eine Architektur vor und sollte die Gläubigen des 19. Jahrhunderts beeindrucken.
Der Turm steht an der Südostecke der Place Royale und unterbricht dort die Arkadenreihe des Platzes. Das Untergeschoss bildet eine von einer Steinbank umgebene Vorhalle, die das Portal schützt; das Taufbecken steht gleich innen links vom Eingang. Die Kirche dient zudem Konzerten und ähnlichen Veranstaltungen, wofür ihre Akustik genutzt wird.
Der Glockenturm wurde Anfang des 15. Jahrhunderts hinzugefügt und war mit Schießscharten und einem Defensivtor ausgestattet, um die Stadt zu schützen. Dies zeigt, dass das Bauwerk nicht nur eine religiöse Funktion hatte, sondern auch eine wichtige Rolle in der Stadtwehr spielte.
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