Église Saint-Mathias, Romanische Kirche in Barbezieux-Saint-Hilaire, Frankreich.
Die Église Saint-Mathias ist eine Pfarrkirche in Barbezieux-Saint-Hilaire, erbaut vom 12. bis 19. Jahrhundert. Ihre Fassade besitzt ein spitzbogiges Portal aus dem 13. Jahrhundert mit drei Archivolten, von denen eine einen Tierkreis zeigt. Ein gotischer Glockenturm mit Uhr und zwei Statuen flankiert die von einem Dreiecksgiebel bekrönte Fassade.
Eine erste Kirche wurde hier 1043 von Geoffroy II., Erzbischof von Bordeaux, geweiht; sie diente einem von Audouin II., Herr von Barbezieux, gegründeten Benediktinerpriorat und war Sitz der Pfarrei Saint-Mathias. Über hundert Jahre blieb sie ohne Dach, ehe sie im 13. Jahrhundert vollständig neu errichtet wurde. Hugenottische Angriffe 1562 und 1569 zerstörten sie; ab 1680 erfolgte unter den Le Tellier-Louvois eine Restaurierung.
Die Kirche trägt den Namen des heiligen Matthias, dessen Hauptreliquie in einer Nische der Nordwand aufbewahrt worden sein soll. Das dritte Gewände des Portals aus dem 13. Jahrhundert zeigt einen Tierkreis mit Szenen des mittelalterlichen Gemeindelebens: einen Reiter, einen Mann beim Keltern und einen Mann, der ein Schwein füttert.
Die Kirche steht im historischen Zentrum von Barbezieux-Saint-Hilaire, ihr Turm ragt über die umliegenden Häuser. Der Eingang liegt an der Westfassade; von dort sind das Schiff, die Seitenschiffe und die Südkapelle mit dem Taufbecken zu sehen. Die flache Chorapsis wurde 1879 durch eine halbrunde neuromanische Apsis ersetzt, daher ist der Ostabschluss gerundet.
Der äußerste Bogen des Portals aus dem 13. Jahrhundert trägt einen stark verwitterten Zyklus, auf dem noch ein Reiter, ein Mann beim Keltern der Trauben und eine Figur, die ein Schwein füttert, zu erkennen sind. Er zeigt Feldarbeit und Alltag der mittelalterlichen Pfarrgemeinde.
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