Établissements Bonnet, Seidenfabrik und Internat in Jujurieux, Frankreich
Die Établissements Bonnet sind ein Fabrikenkomplex mit Produktionsgebäuden, einer Kapelle, einer Krankenstation und mehreren Wohngebäuden in Jujurieux im Département Ain. Der gesamte Ort war so angelegt, dass Arbeiterinnen dort alles Nötige für ihren Alltag vorfanden.
Claude-Joseph Bonnet gründete 1835 diese Seidenmanufaktur, die schnell zu einem großen Betrieb mit hunderten von Beschäftigten wurde. Das Unternehmen entwickelte sich über mehrere Jahrzehnte und prägte die wirtschaftliche Entwicklung der Region nachhaltig.
Der Ort war ein ganz besonderes Arbeitsumfeld für junge Frauen, die dort lebten und gleichzeitig Seidenherstellung lernten. Die Nonnen beaufsichtigten das Zusammenleben und prägten damit ein Leben zwischen Kirche, Handwerk und strengem Alltag.
Das Gelände ist heute das Museum Soieries Bonnet und zeigt Sammlungen zur Industriegeschichte und zur handwerklichen Seidenproduktion. Besucher können die verschiedenen Bereiche erkunden und die einzelnen Gebäude besichtigen, um den Alltag im Komplex zu verstehen.
Dieses Werk diente als Vorbild für die berühmte Tomioka-Seidenfabrik in Japan, die später zum UNESCO-Weltkulturerbe ernannt wurde. Das japanische Fabrikensystem basierte auf den innovativen Ideen, die hier in Frankreich entwickelt worden waren.
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