Lesna monastery, Orthodoxes Kloster in Chauvincourt-Provemont, Frankreich.
Das Lesna-Kloster ist ein orthodoxes Kloster in Chauvincourt-Provemont in Frankreich. Das Gelände umfasst Gärten, Bienenstöcke und Hühnergehege, die den Lebensbedarf der Ordensgemeinschaft decken.
Die Gemeinschaft entstand 1885 als Frauenklostergemeinde in Lesna, damals im Gouvernement Siedlce des Russischen Reiches, und wurde 1889 unter Äbtissin Katharina (Jefimowskaja) zum Kloster erster Klasse erhoben. Durch den Ersten Weltkrieg vertrieben, zogen die Schwestern nach Petrograd, dann in das Kloster Schabka am Dnister und 1920 nach Serbien in das Kloster Novo Hopovo. Nach dessen Zerstörung 1943 lebten sie in Belgrad, reisten 1950 nach Frankreich aus und kauften 1967 ein Gut aus dem 18. Jahrhundert in Provemont in der Normandie.
Die Gemeinschaft ist ein Frauenkloster, kein Männerkloster; die Nonnen singen die Gottesdienste in Kirchenslawisch. Bewahrt wird die Leśna-Ikone der Gottesmutter, lange ihr wichtigstes Pilgerziel, und bis 1996 auch die Reliquien des heiligen Athanasius von Brest. Mehrfach tagte im Kloster eine Bischofssynode der Russischen Orthodoxen Kirche im Ausland.
Das Kloster liegt in Provemont, in der Gemeinde Chauvincourt-Provemont im Département Eure in der Normandie. Am einfachsten ist die Anreise mit dem Auto; die Gemeinschaft besteht aus Klausurnonnen, nicht aus Mönchen, daher richten sich Besuche nach ihrem Tagesablauf. Besucher sollten das Kloster im Voraus kontaktieren, um einen Besuch abzustimmen.
Das Kloster bewahrt die Lesna-Ikone der Gottesmutter, die am 14. September 1683 aufgefunden wurde und schon früh Pilger anzog. Bis 1996 wurden hier auch die Reliquien des heiligen Athanasius von Brest verehrt. Die Ikone begleitete die Nonnen über Lesna, Petrograd, Bessarabien und Jugoslawien bis nach Frankreich.
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