Paroisse de Pont-Aven, Pfarrkirche in Pont-Aven, Frankreich.
Die St.-Joseph-Kirche in Pont-Aven ist ein neugotischer Granitbau mit lateinischem Kreuzgrundriss und drei Schiffen. Die Westfassade hat ein Spitzbogenportal mit braunen Doppeltüren, darüber eine Statue in einer Nische und einen schlanken, mit Krabben besetzten Spitzhelm über offenen Glockenfenstern. Das Schiff umfasst sieben Joche mit blau bemalter Verkleidung; die Südvorhalle liegt in Achse des dritten Jochs.
Die alte Pfarrkirche, im 17. Jahrhundert von der Marquise de Pont-Calleck genehmigt, bot 1853 nur 250 Personen Platz bei 1.036 Einwohnern. Bürgermeister Satre kündigte 1874 den Neubau an; der Diözesanarchitekt Joseph Bigot entwarf ihn, Bauunternehmer Louis Bergé errichtete ihn mit Jean-Louis Le Naour für den Glockenturm. Sie wurde am 30. April 1878 geweiht.
Die Kirche bewahrt drei Gemälde von Émile Bernard: Kreuzigung (1896), Mise au tombeau (um 1900) und Portement de croix (1905). Eine Kreuzigung des lokalen Malers André Even trägt die Widmung „Meiner Heimatpfarrei“. Die Glasfenster stammen von Job Guével.
Die Kirche steht an der Place de l'Église neben der Rue Émile Bernard, wenige Gehminuten vom Zentrum entfernt. Der Eingang liegt auf Straßenniveau und ist über drei niedrige Stufen zum Spitzbogenportal erreichbar; der gepflasterte Vorplatz wird von einigen geparkten Fahrzeugen mitgenutzt.
Das Gebäude steht auf einem ungewöhnlich engen Grundstück, was Architekten zu einer kreativen Lösung führte: ein falsches Querschiff, das die räumlichen Beschränkungen kompensiert. Diese Anpassung zeigt, wie Zwänge zu unkonventionellen Designs führten.
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