Castle of Rennes-le-Château, Mittelalterliche Burg in Rennes-le-Château, Frankreich.
Das Château des Hautpoul ist eine Burg in Rennes-le-Château im Département Aude, errichtet im Bereich eines alten Oppidums nahe der Kirche Sainte-Marie-Madeleine. Im 16. Jahrhundert umgebaut, wirkt es eher wohnlich als wehrhaft, doch sind Schießscharten erhalten. Sein zylindrischer Steinturm trägt ein flaches Kegeldach mit vorspringendem Rand, und die Gewölbesäle im Untergeschoss stammen aus westgotischer Zeit.
Die Burg entstand im 13. Jahrhundert im Bereich eines alten Oppidums, doch ist aus dieser Zeit kaum etwas erhalten. Eine der beiden Burgen von Rennes-le-Château wurde von Simon de Montfort während des Albigenserkreuzzugs geschleift; die Festung ging von der Familie Trencavel an die Gilbert de Voisins über, die sie ausbesserten. 1361 beschädigte eine Belagerung die Befestigungen, 1376 nahm Heinrich von Trastámara die Stadt und Pierre III. de Voisins musste kapitulieren. Durch die Heirat von Blanche de Marquetave mit Pierre d'Hautpoul 1422 kam die Burg an die Hautpoul; im 16. und 17. Jahrhundert erneuert und erweitert, blieb sie beim Hugenottenüberfall von 1573 verschont und wurde nach dem Bankrott von Marie-Anne Élisabeth d'Hautpoul 1816 verkauft.
Die Burg kam durch die Heirat von Blanche de Marquetave mit Pierre d'Hautpoul im Jahr 1422 an die Familie Hautpoul. Letzter Herr von Rennes-le-Château war François d'Hautpoul, Marquis de Blanchefort. 1816 ging seine Tochter Marie-Anne Élisabeth d'Hautpoul bankrott, und die Burg wurde an ihre Dienstboten verkauft; sie lebte dort mit zwei Bediensteten bis zu ihrem Tod am 20. Mai 1820.
Das Schloss ist nicht öffentlich zugänglich. Es steht im Dorf neben der Kirche Sainte-Marie-Madeleine und ist von den umliegenden Straßen aus zu sehen. Unter den Mauern liegt eine Zisterne, die das Dorf mit Wasser versorgte; hinter einer Metalltür führt ein schmaler Vorraum zu einer Treppe hinunter zu ihrem Boden.
Unter den Mauern des Schlosses liegt eine Zisterne, aus der das Dorf sein Wasser bezog. Hinter einer Metalltür führt ein schmaler Vorraum zu einer Treppe, die drei Meter hinab zum Boden der alten Zisterne reicht; ein zwei Meter hoher Tunnel verläuft nach Norden und endet nach wenigen Metern, ein anderer führt 50 Meter nach Süden unter das Schloss, wo möglicherweise der alte Schlossbrunnen lag.
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