Gallo-Roman Temple of Tours, Römischer Tempel im Zentrum von Tours, Frankreich.
Der gallo-römische Tempel von Tours ist ein Heiligtum vom Typ Fanum aus dem späten 1. Jahrhundert n. Chr., von dem heute nur unterirdische Reste unter dem Nouvel Olympia und dem Regionalen Dramatischen Zentrum im Zentrum von Tours bekannt sind. Seine kreisförmige Cella hatte einen Außendurchmesser von 34,80 m und war mindestens 20 m hoch; östlich vorgelagert war ein klassisch römischer Pronaos mit Dreiecksgiebel, alles innerhalb eines Peribolos von etwa 0,7 Hektar.
Das Heiligtum wurde Ende des 1. Jahrhunderts n. Chr. in der römischen Stadt Caesarodunum errichtet und ersetzte einen älteren Tempel, der in der ersten Hälfte dieses Jahrhunderts gebaut worden war. Ausgrabungen in den 1990er Jahren brachten hölzerne Fundamente und Architekturelemente zum Vorschein.
Der Tempel spiegelt die Vermischung römischer und keltischer Glaubensvorstellungen wider, die an seiner kreisförmigen Grundform sichtbar wird. Diese Bauweise zeigt, wie sich die Religionen in dieser Gegend gegenseitig beeinflussten.
Die Überreste befinden sich unter modernen Gebäuden in der Altstadt von Tours und sind nicht als freiliegende Ruinen zu sehen. Besucher können die archäologischen Erkenntnisse in lokalen Museen oder durch informative Tafeln an der Oberfläche verstehen.
Die Cella des Tempels hatte einen Außendurchmesser von 34,80 m, gegenüber 19,60 m bei der Tour de Vésone in Périgueux. Eine 3D-Animation der INRAP zeigt die runde keltische Cella neben einem römischen Pronaos mit Säulen und Dreiecksgiebel. Pierre Audin nannte es ein glückliches Bündnis zwischen Romanisierung und Treue zu einheimischen Traditionen.
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