Remparts gallo-romains de Bourges, Römische Stadtmauern in Bourges, Frankreich
Die Remparts gallo-romains de Bourges sind eine elliptisch angelegte Befestigungsanlage aus der Spätantike mit zahlreichen Türmen und dicken Mauern, die sich durch mehrere Stadtviertel erstrecken. Die Ruinen zeigen unterschiedliche Erhaltungszustände: einige Abschnitte sind gut erhalten und begehbar, während andere nur noch als niedrige Mauerreste in der modernen Bebauung sichtbar sind.
Die Befestigung entstand im 4. Jahrhundert als Schutzanlage und nutzte recycelte Materialien aus älteren römischen Gebäuden für ihre Konstruktion. Mit dem Niedergang des römischen Reiches verloren die Mauern ihre ursprüngliche Funktion, wurden aber im Mittelalter vielfach in neue Bauten einbezogen und blieben dadurch teilweise erhalten.
Die Mauern wurden im Mittelalter in bestehende Gebäude integriert, darunter der Palast von Jacques Cœur, dessen Architektur diese älteren Strukturen aufnahm. Heute kann man beim Spaziergang durch die Stadt noch erkennen, wie die mittelalterlichen Baumeister die römischen Grundlagen für ihre eigenen Bauten nutzten.
Die zugänglichsten Abschnitte befinden sich in den inneren Stadtteilen und sind zu Fuß leicht zu erkunden, da die Mauern Teil des Straßenverlaufs oder der Architektur sind. Für eine vollständige Besichtigung solltest du mehrere Bezirke durchqueren, daher ist es hilfreich, sich vorher mit der Stadtlayoutorientierung vertraut zu machen oder eine Karte mitzunehmen.
Viele Besucher bemerken nicht, dass die Fundamente dieser antiken Struktur drei Meter dick sind und große Steinblöcke aus dem 1. Jahrhundert enthalten, die aus älteren Gebäuden stammen. Diese massive Bauweise zeigt, wie Römer lokale Ressourcen effizient nutzten und dabei stabile Strukturen schufen, die bis heute Bestand haben.
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