Maison Henri Martin, Surrealistisches Haus in Saint-Cirq-Lapopie, Frankreich
Das Maison Henri Martin, auch Auberge des Mariniers genannt, ist das älteste Gebäude von Saint-Cirq-Lapopie. Die Mauern bestehen ganz aus Bruchstein, die Tür- und Fensterrahmen aus Werkstein. In der Südostecke erhebt sich ein quadratischer Taubenturm über dem Dach, und über dem Erdgeschoss liegen zwei weitere Geschosse. Die von der Place du Carrol sichtbare Fassade wurde vermutlich im 18. Jahrhundert umgestaltet.
Das Haus stammt aus dem 14. Jahrhundert: Der Turm wurde im 12. Jahrhundert errichtet, der Wohnbau im 13. begonnen und im 14. vollendet, die Fassade am Place du Carrol wohl im 18. Jahrhundert umgestaltet. Der in Toulouse geborene postimpressionistische Maler Henri Martin besaß es von 1911 bis zu seinem Tod 1943. André Breton kaufte es 1951 und kehrte bis 1966 jeden Sommer zurück.
Das Haus heißt auch „Auberge des Mariniers“, eine Erinnerung an seine Zeit als Herberge der Schiffer, die vom Lot heraufkamen. Ab 1951 verbrachten André Breton und seine Frau Elisa hier jeden Sommer und empfingen Benjamin Péret, Max Ernst, Toyen, Man Ray und Ted Joans. In dieser Gemeinschaft erarbeiteten die Künstler Zeitschriften und Publikationen und organisierten die internationalen Ausstellungen EROS (1959) und Écart absolu (1965).
Das Haus steht am Hang von Saint-Cirq-Lapopie über dem Lot, rund hundert Meter unterhalb des Dorfes, und die Gassen sind Fußwege. Die von der place du Carrol sichtbare Fassade wurde wohl im 18. Jahrhundert umgestaltet; der quadratische Taubenturm erhebt sich an der Südostecke des Daches.
Der quadratische Taubenturm über dem Dach entstand im 12. Jahrhundert, früher als der übrige Bau, dessen Wohnkörper im 13. Jahrhundert begonnen und im 14. Jahrhundert vollendet wurde. Die Fassade zur place du Carrol wurde vermutlich im 18. Jahrhundert umgestaltet.
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