Nécropole mérovingienne de Civaux, Merowingische Nekropole in Civaux, Frankreich
Die Nécropole mérovingienne de Civaux umfasst mehrere hundert merowingische Sarkophage (500–750 n. Chr.), teils noch an ihrem Platz, teils in Reihen aufgestellt. Rechteckige Steingräber, hellbeige und mit dunklen Flechten gefleckt, liegen auf nackter Erde; dahinter bilden erhöhte Kalksteinsarkophage gestufte Terrassen, und weiter hinten erhebt sich eine zerbrochene Steinmauer mit einer rechteckigen Öffnung. Links steht ein höherer Steinbau mit zwei kleinen Bogenöffnungen.
Die merowingische Nekropole von Civaux dient seit über 1700 Jahren als Begräbnisstätte. Mehrere hundert merowingische Sarkophage (500–750 n. Chr.) sind erhalten, teils an ihrem Platz, teils in Reihen. 1923 wurde die Anlage als Monument historique eingestuft.
Einige Sargdeckel tragen eingravierte christliche Motive – einen Fisch, ein Kreuz, ein Chrismon – und Inschriften mit Namen wie Maria und Pientia. Die Deckel wurden als Umfriedung aufgestellt, sodass die Gravuren entlang der Mauer den Besuchern zugewandt sind. Das archäologische Museum von Civaux erklärt diese Symbole und die genannten Personen.
Das Gelände ist ganzjährig zugänglich und ermöglicht das Erkunden der Begräbnisstätte in eigenem Tempo. Das benachbarte archäologische Museum bietet Führungen und Hintergrundinformationen, um das Verständnis der Stätte zu vertiefen.
Die Mauern der Begräbnisstätte wurden aus senkrecht aufgestellten Sarkophagdeckeln gebaut, die wie stehende Steine wirken und aus dem 18. Jahrhundert stammen. Diese ungewöhnliche Konstruktion zeigt, wie alte Materialien später wiederverwendet wurden.
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