Château de la famille de Chambray, Renaissance-Schloss in Mesnils-sur-Iton, Frankreich.
Das Château de la famille de Chambray ist ein Schloss aus der Renaissance in Mesnils-sur-Iton, dessen Bau sich über mehrere Jahrhunderte erstreckte. Es verbindet Elemente aus dem 15. Jahrhundert, darunter eine Kapelle und ein Torhaus, mit später hinzugefügten Strukturen aus dem 18. Jahrhundert.
Die Familie Chambray stammt von Simon I. de Chambray ab, einem jüngeren Sohn von Richard II. de La Ferté-Fresnel, der vor 1210 starb; seine Herrensitze wurden von späteren Generationen umgebaut. Gabriel de Chambray, ordentlicher Kammerherr Heinrichs III., ließ das Hauptgebäude errichten, das Jacques de Chambray, genannt le Grand Veneur, 1881 stark restaurierte und erweiterte. 1944 schenkte der letzte Marquis, Simon III., das Gut dem Staat, um dort eine landwirtschaftliche Schule zum Gedenken an seinen Sohn Édouard einzurichten, der am 13. Mai 1940 in Belgien fiel.
Der Name Chambray stammt von einem jüngeren Zweig der Barone von La Ferté-Fresnel; Stammvater war Simon Ier de Chambray, gestorben vor 1210. 1944 schenkte der letzte Marquis, Simon III., das Gut dem Staat, damit dort ein landwirtschaftliches Lyzeum eingerichtet werde, zum Gedenken an seinen Sohn Édouard, der am 13. Mai 1940 in Belgien fiel.
Das Schloss liegt in der Gemeinde Gouville im Département Eure. Park, Nebengebäude und die Lindenallee sind als Naturdenkmal eingestuft, die Allee ist seit dem 20. August 1941 per Erlass geschützt. Auf dem Gut befindet sich heute ein landwirtschaftliches Lyzeum; Besucher bleiben auf den Außenflächen und meiden die Unterrichtsbereiche.
Die Unterschutzstellung von 1971 umfasst nicht nur das Schloss, sondern auch seine Kapelle, die Poterne, die drei Türme der alten Umfassungsmauer und die Chartreuse im Park. Der Ermitage de Chambray wurde zwischen 1993 und 2001 von Freiwilligen des Vereins Chantiers histoire et architecture médiévales restauriert.
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