Maisons des Chanoines, Historische Residenz in Noyon, Frankreich
Die Maisons des Chanoines ist ein Gebäudeensemble in Noyon, das Merkmale aus verschiedenen Epochen bewahrt und eine komplexe Baugeschichte erkennen lässt. Die Fassade zeigt Wehrturmreste und Spindeltreppen, die in die Steingiebel eingebunden sind, während beschädigte Wände Spuren ehemaliger Verteidigungselemente tragen.
Das Gebäude erlitt 1552 einen verheerenden Brand, der zu umfangreichen Umbauten im 17. und 18. Jahrhundert führte. Bei diesen Rekonstruktionen behielten die Handwerker bewusst Teile der mittelalterlichen Architektur bei, was das Bauwerk zu einem Zeugnis mehrerer Bauepochen macht.
Das Gebäude zeigt, wie kirchliche Würdenträger ihre Häuser rund um den Bischofspalast errichteten und dabei eine konzentrische Anordnung schufen. Diese Anordnung prägt bis heute das räumliche Gefüge des Platzes und verdeutlicht die enge Bindung zwischen geistlicher Autorität und städtischem Leben.
Das Ensemble befindet sich zentral am Platz vor der Kathedrale und ist von außen leicht zugänglich und zu erkennen. Besucher sollten Zeit für die Detailbetrachtung der Fassaden einplanen, um alle interessanten Bauelemente und historischen Spuren zu entdecken.
Eine Entlastungsbogenkonstruktion und eine Treppe aus dem 17. Jahrhundert sind noch sichtbar und zeigen technische Lösungen, die zur damaligen Zeit innovativ waren. Der rechte Giebel trägt Kratzer und Abdrücke, die genau zeigen, wo früher Türme und Mauern angebracht waren und später entfernt wurden.
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