Dreiländereck Deutschland-Frankreich-Luxemburg, Internationaler Dreiländerpunkt in Apach, Frankreich.
Der Dreiländerpunkt Frankreich-Deutschland-Luxemburg ist ein geografischer Punkt nahe der Mosel, an dem die Grenzen der drei Länder zusammentreffen und der durch einen weißen Grenzstein markiert ist. Der Punkt liegt auf einem Hügel oberhalb des Flusses, zwischen den Ortschaften Apach auf französischer Seite, Perl auf deutscher Seite und Schengen auf luxemburgischer Seite.
Die genaue Position dieses Grenzpunktes wurde durch Verträge im 19. und 20. Jahrhundert festgelegt, die auf die wechselhafte Geschichte der Region nach den napoleonischen Kriegen zurückgehen. Die Grenzlinie zwischen Frankreich und Deutschland wurde nach dem Deutsch-Französischen Krieg von 1870 und erneut nach dem Ersten und Zweiten Weltkrieg verschoben.
Der Schengen-Vertrag von 1985 wurde ganz in der Nähe, auf einem Schiff auf der Mosel, unterzeichnet, was dieser Ecke eine besondere Bedeutung in der Geschichte der europäischen Reisefreiheit gibt. Heute ist der Grenzstein selbst ein ruhiger, fast unscheinbarer Ort, obwohl er eines der bekanntesten politischen Abkommen Europas verkörpert.
Der Punkt ist von Apach, Perl und Schengen aus über ausgeschilderte Wanderwege zu erreichen, wobei jede Ortschaft einen Parkplatz bietet. Das letzte Stück des Weges führt über einen Waldpfad, daher empfehlen sich feste Schuhe, insbesondere bei feuchtem Wetter.
Wegen des besonderen rechtlichen Status der Mosel als gemeinsam verwalteter Grenzfluss zwischen Deutschland und Luxemburg gibt es an dieser Stelle technisch gesehen zwei getrennte Grenzpunkte und nicht nur einen. Viele Besucher, die zum Grenzstein kommen, bemerken nicht, dass der genaue Treffpunkt auf dem Wasser liegt und nicht auf dem Hügel.
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