Église Saint-Jean-Baptiste de Villers-Bretonneux, Pfarrkirche in Villers-Bretonneux, Frankreich
Die Kirche Saint-Jean-Baptiste de Villers-Bretonneux ist ein Backsteinbau im Art-déco-Stil mit basilikalem Grundriss: ein fünfjochiges Langhaus mit Seitenschiffen, polygonaler Chorabschluss und kein Querhaus. Ein Glockenturm mit Vorhalle, Schieferkuppel und Spitze steht am Eingang; seine Backsteinfassade trägt eine weiße Uhr, eine Steinplatte mit der Jahreszahl 1926 und drei hohe schmale Öffnungen.
Eine Kirche in Villers-Bretonneux ist bereits seit 1219 belegt; das spätere gotische Gebäude wurde im Laufe der Jahrhunderte durch einen größeren Neubau ersetzt. Die heutige Kirche wurde zwischen 1927 und 1931 nach den Kriegszerstörungen von 1918 nach Plänen des Architekten Albert Guilbert wiederaufgebaut.
Die Kirche trägt den Namen Johannes des Täufers, der über dem östlichen Seitenaltar in einer Holzstatue segnend dargestellt ist. Die Chorwände zeigen ein 1998 von Sophie Roquejeoffre geschaffenes Fresko: Engel im Gewölbe, unter einem musizierenden Engel die Kirche und die Stadt Villers-Bretonneux, unter einem Bogen die Taufe Jesu und auf der anderen Seite des Kruzifixes das Leben in der Picardie mit Dörfern, Bauernhöfen und Feldern.
Die Kirche ist zu den Gottesdienstzeiten in der Regel zugänglich, und Besucher können auch außerhalb der Messen einen Blick ins Innere werfen. Da das Gebäude aktiv genutzt wird, empfiehlt es sich, ruhig und respektvoll zu sein, besonders in der Nähe des Altars und der Kunstwerke.
Die Orgel der Kirche wurde vom renommierten Hersteller Mutin-Cavaillé-Coll gebaut und Anfang der 1930er-Jahre eingebaut; sie hat zwei Manuale und ein Pedal und ist bis heute gut erhalten. Im Jahr 1998 wurde im Inneren ein Fresko gemalt, das biblische Szenen mit Bildern des Dorflebens und der lokalen Landwirtschaft verbindet.
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