Musée Camille Claudel, Kunstmuseum in Nogent-sur-Seine, Frankreich
Das Musée Camille Claudel ist ein Kunstmuseum in Nogent-sur-Seine, einer Kleinstadt südöstlich von Paris, das sich der Bildhauerin Camille Claudel und ihren Zeitgenossen widmet. Das Museum zeigt rund vierzig Skulpturen von Claudel selbst sowie Werke anderer französischer Künstler aus den Jahrzehnten um die Wende zum 20. Jahrhundert.
Das Musée Camille Claudel öffnete 2017 seine Türen und war das erste Museum, das ausschließlich dem Werk von Claudel gewidmet war, die zu Lebzeiten kaum Anerkennung fand. Die Sammlung stützt sich auf Werke, die über Jahrzehnte von Sammlern und Institutionen zusammengetragen wurden, nachdem ihr Werk nach ihrer Einweisung in eine psychiatrische Klinik im Jahr 1913 lange in Vergessenheit geraten war.
Camille Claudel wuchs in Nogent-sur-Seine auf, und die Stadt hat eine enge Verbindung zu ihrem Werk bewahrt. Im Museum befinden sich Skulpturen, die zeigen, wie sie Körper in Bewegung und Emotion dargestellt hat, oft auf eine Art, die für ihre Zeit ungewöhnlich direkt war.
Das Museum befindet sich im Stadtzentrum von Nogent-sur-Seine und ist vom Bahnhof aus gut zu Fuß erreichbar. Es empfiehlt sich, die Öffnungszeiten im Voraus zu prüfen, da das Museum an manchen Wochentagen geschlossen ist.
Obwohl Claudel lange vor allem als Schülerin und Geliebte von Auguste Rodin bekannt war, zeigt das Museum gezielt, wie eigenständig ihr Stil war, noch bevor ihre Zusammenarbeit mit Rodin begann. Wer die Werke in chronologischer Reihenfolge betrachtet, erkennt eine Handschrift, die sich deutlich von der seines Werkes unterscheidet.
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