Musée Camille Claudel, Kunstmuseum in Nogent-sur-Seine, Frankreich
Das Musée Camille Claudel ist ein Kunstmuseum in Nogent-sur-Seine, einer Kleinstadt südöstlich von Paris, das sich der Bildhauerin Camille Claudel und ihren Zeitgenossen widmet. Das Museum zeigt rund vierzig Skulpturen von Claudel selbst sowie Werke anderer französischer Künstler aus den Jahrzehnten um die Wende zum 20. Jahrhundert.
Ein städtisches Museum wurde 1902 in Nogent-sur-Seine eröffnet, nachdem die Bildhauer Paul Dubois und Alfred Boucher ihre Sammlungen gestiftet hatten. Um 1940 geplündert und 1950 eingelagert, öffnete es 1975 als Musée Dubois-Boucher wieder. 2008 kaufte die Stadt das Haus aus dem 18. Jahrhundert, in dem Camille Claudel als Jugendliche lebte, und erwarb 43 ihrer Werke von Reine-Marie Paris; der Architekt Adelfo Scaranello baute den Komplex um, und am 26. März 2017 eröffnete das Musée Camille Claudel.
Camille Claudel wuchs in Nogent-sur-Seine auf, und die Stadt hat eine enge Verbindung zu ihrem Werk bewahrt. Im Museum befinden sich Skulpturen, die zeigen, wie sie Körper in Bewegung und Emotion dargestellt hat, oft auf eine Art, die für ihre Zeit ungewöhnlich direkt war.
Das Museum befindet sich im Stadtzentrum von Nogent-sur-Seine und ist vom Bahnhof aus gut zu Fuß erreichbar. Es empfiehlt sich, die Öffnungszeiten im Voraus zu prüfen, da das Museum an manchen Wochentagen geschlossen ist.
Der Claudel-Bestand wurde 2008 von ihrer Großnichte Reine-Marie Paris und Philippe Cressent gekauft; 2017 wurden 43 dieser Werke gezeigt. Der Bau umfasst das Haus aus dem 18. Jahrhundert auf dem îlot Saint-Epoing, in dem die Familie Claudel ab 1876 drei Jahre lang wohnte, als Camille zwölf war.
Die Community neugieriger Reisender
AroundUs vereint tausende ausgewählte Orte, lokale Tipps und versteckte Schätze, täglich bereichert von über 93.178 Mitwirkenden weltweit.