Vieux-Poitiers, Archäologische Stätte in Naintré und Cenon-sur-Vienne, Frankreich.
Vieux-Poitiers ist eine gallo-römische Ausgrabungsstätte auf offenem Gelände zwischen der Vienne und dem Clain, in den Gemeinden Naintré und Cenon-sur-Vienne. Das bekannteste Element ist ein großes Rundtheater, dessen Grundriss noch im Boden zu erkennen ist, umgeben von Überresten von Wohn- und Handelsbereichen.
Die Siedlung, ursprünglich Briva genannt, entstand entlang einer wichtigen Römerstraße und wuchs in den ersten Jahrhunderten nach Christus zu einem regionalen Handelszentrum heran. Mit dem Rückzug der römischen Verwaltung verlor sie nach und nach ihre Bedeutung und wurde schließlich aufgegeben.
Das Theater war der Mittelpunkt des gesellschaftlichen Lebens der antiken Siedlung und bot Platz für Aufführungen und Versammlungen. Noch heute kann man beim Besuch des Geländes die kreisförmige Form der Tribünen im Boden ablesen.
Das Gelände liegt in offener Landschaft und ist zu Fuß zugänglich; festes Schuhwerk ist empfehlenswert, da der Boden uneben sein kann. Im Sommer bietet das Gelände wenig Schatten, daher ist ein Besuch am frühen Morgen oder am späten Nachmittag angenehmer.
Bei Ausgrabungen wurden Gegenstände gefunden, die aus dem Mittelmeerraum stammen und zeigen, dass die Siedlung in weitreichende Handelsnetze eingebunden war. Einige dieser Objekte legten einen Weg von mehreren hundert Kilometern zurück, bevor sie hier ankamen.
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