Rideaux cave, grotte et site préhistorique en Haute-Garonne (France)
Die Rideaux-Höhle ist ein Felsendach in den Schluchten des Save-Flusses in Lespugue, Frankreich, das sich zwischen hohen grauen Kalksteinklippen versteckt. Der schmale Zugang führt in einen ruhigen Raum mit unebenen Böden und rauen Wänden, wo archäologische Schichten Werkzeuge aus Feuerstein, Knochen und andere Artefakte verschiedener Epochen enthüllen.
Die Höhle wurde von frühen Menschen über Hundertausende von Jahren genutzt, mit Spuren, die bis vor etwa 300.000 Jahren zurückreichen, und wurde zwischen 1911 und 1914 archäologisch erforscht. Ausgrabungen förderten Werkzeuge, Tierknochen und andere Objekte zutage, die zeigen, dass verschiedene Kulturen von der Eiszeit bis zur römischen Ära diesen Ort bevölkerten.
Die Höhle war ein wichtiger Zufluchtsort für frühe Menschen und zeigt durch ihre Lage in den Schluchten, wie gut die Bewohner ihre Umgebung nutzten. Die raue Steinwand und die enge Öffnung bieten natürlichen Schutz vor Witterung und machen deutlich, warum dieser Ort über Jahrtausende hinweg bevorzugt wurde.
Der Zugang zur Höhle liegt etwa 15 Minuten Fußweg vom Dorf Lespugue entfernt und ist durch ein kleines Schild an der rechten Seite der Straße durch die Schluchten gekennzeichnet. Besucher sollten auf unebenem Gelände vorsichtig sein, da es keine offiziellen Wege oder Sicherheitsbarrieren gibt und es empfohlen wird, mit einem ortskundigen Führer zu gehen.
In der Höhle wurde 1922 die Venus von Lespugue gefunden, eine etwa 6 Zentimeter hohe Elfenbeinstatuette mit übertriebenen weiblichen Merkmalen, die etwa 23.000 Jahre alt ist. Diese seltene Figur wird in das Gravettien-Zeitalter datiert und könnte für Rituale oder Fruchtbarkeitsbräuche genutzt worden sein, liegt aber heute im Pariser Anthropologiemuseum.
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