Lomisa church, Mittelalterliche orthodoxe Kirche auf Bergrücken in Gemeinde Dusheti, Georgien
Die Lomisa-Kirche ist ein mittelalterliches Steingebäude, das auf einem Bergrücken zwischen zwei Hochtälern in der Gemeinde Dusheti steht. Das schlichte rechteckige Bauwerk liegt auf etwa 2200 Metern Höhe und ist von keiner anderen Bebauung umgeben.
Die Kirche wurde vermutlich im 9. oder 10. Jahrhundert erbaut und gehört damit zu den frühesten christlichen Bauten im georgischen Hochgebirge. Im Laufe der Jahrhunderte wurde sie restauriert und erlebte mehrere Phasen religiöser Nutzung.
Die Kirche ist Schauplatz eines der bekanntesten Bergfeste Georgiens, das jedes Jahr am zweiten Sonntag nach Pfingsten stattfindet. Tausende von Pilgern aus den umliegenden Tälern und aus der ganzen Region machen sich zu Fuß auf den Weg nach oben, oft schon in der Nacht.
Die Kirche ist nur über Bergpfade erreichbar, die von den umliegenden Dörfern aus mehrere Stunden Fußmarsch erfordern. Die Route verläuft durch steil ansteigendes Gelände, daher ist festes Schuhwerk und eine gute körperliche Verfassung unbedingt erforderlich.
Die Kirche besitzt eine eisenbeschlagene Holztür, in die Inschriften aus mehreren Jahrhunderten eingraviert sind, was sie zu einem seltenen Zeugnis der langen Nutzung des Ortes macht. Solche mit Inschriften versehenen Türen aus dem Mittelalter sind in georgischen Bergkirchen äußerst selten.
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