Reiter Rampin, Marmorene Reiterstatue in Athen, Griechenland
Der Rampin-Reiter ist eine archaische Marmorskulptur aus dem 6. Jahrhundert v. Chr., die einen jungen Reiter auf seinem Pferd zeigt und zu den bedeutendsten erhaltenen Werken dieser Periode zählt. Der Torso befindet sich heute im Akropolismuseum in Athen, während der Kopf mit dem charakteristischen Lächeln und dem Eichenkranz im Louvre in Paris aufbewahrt wird.
Die Skulptur entstand um 550 v. Chr. in einer attischen Werkstatt und wurde in mehreren Fragmenten in der Nähe der Akropolis entdeckt. Der Kopf wurde 1877 gefunden und der Torso neun Jahre später bei weiteren Ausgrabungen ausgegraben.
Der Reiter stellt einen wohlhabenden Athener dar, der sein Pferd ohne Sattel und Steigbügel reitet, was in der Antike den griechischen Reitern üblich war. Diese Darstellung zeigt, wie eng Pferdebesitz und gesellschaftlicher Rang in der archaischen Zeit miteinander verbunden waren.
Der Torso des Reiters ist im Akropolismuseum in Athen zu sehen, einem modernen Gebäude am Fuß der Akropolis, das gut zu Fuß erreichbar ist. Es empfiehlt sich, früh morgens oder am späten Nachmittag zu kommen, um das größte Gedränge zu vermeiden.
Der Kopf des Reiters trägt einen Eichenkranz, der in der Antike oft als Siegespreis bei sportlichen Wettkämpfen vergeben wurde, was darauf hindeutet, dass die Figur möglicherweise einen Sieger der Spiele darstellt. Trotz der Trennung von Kopf und Torso durch eine Länge von mehreren Tausend Kilometern wurden die beiden Teile dank eines Fotos des Kunsthistorikers Humfry Payne als zusammengehörig identifiziert.
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