Turku, Hafenstadt in Südwestfinnland
Turku liegt an der Mündung des Flusses Aura und betreibt den größten Winterhafen Finnlands, der den Schiffsverkehr im gesamten Ostseeraum ermöglicht. Der Fluss teilt die Innenstadt in zwei Hälften und verbindet das historische Zentrum mit dem Archipel vor der Küste.
Die Stadt war die Hauptstadt Finnlands während der schwedischen und russischen Herrschaft bis 1812, als die Verwaltungsfunktionen nach Helsinki verlegt wurden. Ein großer Brand im Jahr 1827 zerstörte weite Teile der Altstadt und führte zu einem Neuaufbau mit feuerbeständigen Gebäuden.
Die Weihnachtsbotschaft des Friedens wird jedes Jahr vor Hunderten von Zuhörern vom Balkon der Brinkkala-Villa verlesen, eine Tradition, die seit etwa sieben Jahrhunderten fortbesteht. Viele Einheimische versammeln sich vor dem Rathaus, um die Zeremonie zu erleben und danach durch die beleuchteten Straßen der Innenstadt zu spazieren.
Regelmäßige Fährverbindungen bringen Reisende von hier nach Stockholm und Mariehamn, wobei mehr als drei Millionen Passagiere jährlich die Hafenanlagen nutzen. Die Stadt ist zu Fuß gut erschlossen, besonders entlang der Uferwege am Aura, wo die meisten Museen und Wahrzeichen liegen.
Der Architekt Carl Ludwig Engel gestaltete nach dem verheerenden Brand von 1827 ein neues Stadtbild mit gleichförmigen Gebäuden, die feuerbeständiger sein sollten. Heute prägen diese Bauten mit ihren hellen Fassaden und geradlinigen Straßenzügen das Aussehen der Innenstadt.
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