Bomarsund, Militärfestungsruinen in Sund, Finnland
Bomarsund ist eine Festungsruine an der Küste von Sund mit halbkreisförmigen Steinmauern und mehreren Verteidigungsanlagen. Die Überreste erstrecken sich über ein großes Gelände mit verschiedenen Bereichen für Kasernen, Lagerräume und Beobachtungsposten.
Das Russische Imperium erbaute die Festung zwischen 1832 und 1854 als strategischen Militärstützpunkt zur Kontrolle der Schifffahrtsrouten in der Ostsee. Während des Krimkriegs wurde die Anlage 1854 durch alliierte Streitkräfte zerstört und danach nicht wieder aufgebaut.
Die Ruinen zeigen Merkmale der russischen Militärarchitektur des 19. Jahrhunderts, die man in den dicken Steinmauern und den Wehranlagen deutlich erkennt. Besucher können diese Bauweise heute noch erforschen und verstehen, wie Soldaten hier einst lebten und arbeiteten.
Der Ort ist über markierte Wege begehbar und bietet freien Zugang zu den meisten Ruinen auf dem Gelände. Ein Besucherzentrum in der Nähe stellt Informationen bereit und hilft Besuchern, die Geschichte und Struktur der Anlage zu verstehen.
An diesem Ort lebten einst etwa 2.000 Menschen, darunter Soldaten und ihre Familien, die eine eigenständige Gemeinde bildeten. Diese Bevölkerung verschwand innerhalb kurzer Zeit, als die Festung 1854 zerstört wurde und der Wiederaufbau ausblieb.
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