Nådendal Abbey, Mittelalterliches Birgittenkloster in Naantali, Finnland
Nådendal Abbey ist ein mittelalterliches Steinkloster in Naantali, Finnland, das nach dem Birgittinischen Doppelklosterprinzip für Männer und Frauen getrennte Bereiche vorsah. Die erhaltenen Ruinen und Mauerreste geben einen klaren Eindruck vom Grundriss der ursprünglichen Anlage.
Das Kloster wurde 1438 gegründet und zog nach zwei vorübergehenden Standorten 1443 endgültig nach Naantali, wo es königliche Vorrechte erhielt. Im Zuge der Reformation des 16. Jahrhunderts wurde das Kloster aufgelöst und seine Gebäude verfielen nach und nach.
Das Kloster gehörte dem Birgittenorden an, einem der wenigen Orden, in denen Männer und Frauen unter einem Dach nach denselben Regeln lebten. Besucher können heute noch die getrennte Aufteilung der Gebäude erkennen, die dieses gemeinschaftliche Leben widerspiegelt.
Die Ruinen liegen fußläufig vom Stadtzentrum Naantalis entfernt und sind gut ausgeschildert. Im Sommer werden geführte Touren angeboten, die helfen, die Anlage besser zu verstehen, da ohne Erklärung nur wenige Mauern zu erkennen sind.
Als das Kloster im 16. Jahrhundert geschlossen wurde, blieb eine Nonne namens Elin Knutsdotter noch jahrelang vor Ort wohnen, versorgt durch eine Rente der schwedischen Krone. Sie war damit die letzte Person, die offiziell als Mitglied der Gemeinschaft auf dem Gelände lebte.
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