Fiskars bruk, Industriestandort in Raseborg, Finnland.
Fiskars bruk ist ein Industriegelände aus dem 17. Jahrhundert mit historischen Holzgebäuden wie der Versammlungshalle, der Fiskars Wärdshus und einem Uhrenturm mit einer finnischen Uhr aus dem Jahr 1842. Das Dorf erstreckt sich entlang eines Baches und bewahrt die ursprüngliche Struktur des alten Ironworks mit seinen verschiedenen Werkstatt- und Wohngebäuden.
Die Eisenwerke wurden 1649 vom niederländischen Kaufmann Peter Thorwöste gegründet und nutzten Wasserkraft aus dem Fluss, um Nägel, Draht, Messer und Verstärkungen für Wagenräder herzustellen. Über 300 Jahre lang war Fiskars ein wichtiger Produktionsort, bis die Industrie im 20. Jahrhundert allmählich zum Erliegen kam.
Der Industriekomplex ist heute ein Zentrum für finnische Kunst und Design, wo das ganze Jahr über Ausstellungen, Workshops und Läden lokale Handwerker vorstellen. Künstler und Designer haben hier ihre Ateliers, was dem Ort eine lebendige kreative Atmosphäre verleiht.
Das Gelände ist ganzjährig zugänglich und bietet Unterkunftsmöglichkeiten in Hotels sowie ein Besucherzentrum mit Informationen über die Geschichte und die aktuellen Veranstaltungen. Besucher sollten festes Schuhwerk tragen, da die Wege auf dem Gelände uneben sein können und die Gegend ländlich gelegen ist.
Ein schmales Schmalspurbahn verband die Fabrik von 1891 bis 1952 mit dem Hafen von Pohjankuru und transportierte die hergestellten Produkte zu Schiffe. Diese kleine Eisenbahn war für Jahrzehnte das Rückgrat des Warenverkehrs und ist heute ein faszinierendes Beispiel für die industrielle Infrastruktur der Zeit.
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