Levänluhta, Eisenzeitlicher Friedhof in Isokyrö, Finnland.
Levänluhta ist eine alte Begräbnisstätte in einer sumpfigen Gegend nahe einer natürlichen Quelle, wo Überreste von mehr als einhundert Menschen, vornehmlich Frauen und Kinder, konserviert wurden. Die Feuchtigkeit des Ortes hat Knochen und Gegenstände bewahrt, die sonst längst verrottet wären.
Das Gräberfeld entstand zwischen dem 5. und 8. Jahrhundert und wurde seit dem 19. Jahrhundert archäologisch untersucht. Die Funde zeigen, dass dieser Platz über mehrere Generationen als Bestattungsort genutzt wurde.
Der Ort trägt Spuren einer vielfältigen Bevölkerung: Grabbeigaben wie Bronzeschmuck und Armringe zeigen den Alltag und die Verbindungen der damaligen Gemeinschaft. Besucher können an den ausgestellten Objekten ablesen, wie Menschen damals lebten und was ihnen wichtig war.
Der Ort befindet sich in einem feuchten Gelände und ist am besten in den wärmeren Monaten erreichbar, wenn die Wege trocken sind. Festes Schuhwerk wird empfohlen, um sicher über das unebene Terrain zu gehen.
Genetische Untersuchungen zeigen, dass viele Bestattete Vorfahren aus Sibirien hatten, was auf Wanderungsbewegungen von Fennougriern in dieser Urzeit hindeutet. Diese wissenschaftliche Entdeckung verbindet die lokale Geschichte mit größeren Bevölkerungsbewegungen Europas.
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