Medulin, Gemeinde in Kroatien
Medulin ist eine Gemeinde im südlichsten Zipfel Istriens, die mehrere kleine Ortschaften entlang einer buchtenreichen Adriaküste umfasst. Das Gelände ist hügelig und wechselt zwischen Olivenhainen, Wohngebieten und Küstenabschnitten mit flachen Felsen und kleinen Stränden.
Die Region stand jahrhundertelang unter venezianischem Einfluss, der noch heute in der Architektur einiger Ortskerne sichtbar ist, bevor sie Teil des österreichischen Kaiserreichs wurde. Nach dem Zweiten Weltkrieg fiel das Gebiet an Jugoslawien und erhielt seine heutige Verwaltungsform nach den kroatischen Reformen der 1990er Jahre.
Der Ort wird von seinen Bewohnern vor allem als ruhiger Wohnort genutzt, mit kleinen Häfen, an denen Fischerboote anlegen. Die Küstenlinie ist gesäumt von niedrigen Kiefern und Steinwegen, die zu abgelegenen Buchten führen.
Ein eigenes Fahrzeug ist empfehlenswert, da die einzelnen Ortschaften der Gemeinde verstreut und zu Fuß kaum alle erreichbar sind. Frühsommer und Frühherbst sind angenehme Reisezeiten, da die Küste dann weniger belebt ist.
Der Name Medulin leitet sich wahrscheinlich vom lateinischen Wort für Schmetterlinge ab, was auf einen alten lokalen Spitznamen oder ein Naturbild aus vergangenen Zeiten hinweisen könnte. Diese Herkunft ist ungewöhnlich für einen Ortsnamen an der Adriaküste, wo die meisten Bezeichnungen slawischen oder venezianischen Ursprungs sind.
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