Villa Münz, Sezessionistische Villa in Opatija, Kroatien
Villa Münz ist ein Secessionsgebäude an der liburnischen Küste mit aufwendigen Balkonen, dekorativen Stuckarbeiten und einer hohen Umfassungsmauer. Das Anwesen befindet sich heute in einem Zustand fortgeschrittenen Verfalls mit bröckelnder Fassade und beschädigten Fenstern.
Das Anwesen wurde 1903 von Jakob Ludwig Münz erbaut, einem Steinmetz aus Südtirol, der auch die Busverbindung zwischen Rijeka und Pula aufbaute. Der Bau entstand während einer Zeit, als die Küste als elegantes Urlaubsziel für wohlhabende Besucher entwickelt wurde.
Das Gebäude trug über Jahrzehnte zur lokalen Gemeinschaft bei und diente verschiedenen Zwecken. Es war ein Ort für Kinder und später für Menschen, die Hilfe benötigten, und prägte somit die soziale Geschichte der Region.
Das Gelände ist für die Öffentlichkeit nicht begehbar, da das Bauwerk baufällig ist und Sicherheitsrisiken bestehen. Es kann von außen betrachtet werden, bietet aber keinen Zugang zum Inneren oder zu den Räumlichkeiten.
Das Gebäude wurde 1948 verstaatlicht und wechselte mehrmals seinen Zweck, bevor es 1999 von einem amerikanisch-kroatischen Ehepaar gekauft wurde. Diese wechselhafte Geschichte spiegelt die politischen und sozialen Veränderungen des 20. Jahrhunderts wider.
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