Schloss Pejačević, Klassisches Herrenhaus in Našice, Kroatien.
Das Schloss Pejačević ist ein neubarockes Schloss im Zentrum von Našice, das 1865 aus einem kleineren klassizistischen Bau vergrößert wurde. Die Nord- und Südfassade haben dreizehn Fensteröffnungen, die seitlichen, turmartigen Risalite tragen Kuppeldächer. Wegen der Geländeneigung ist es auf der Eingangsseite einstöckig und zum Park hin zweistöckig; im Inneren liegt in der großen Vorhalle eine doppelte halbelliptische Treppe mit Steingeländer.
Graf Vincencije Pejačević legte im Januar 1811 die Fundamente des ersten Schlosses, die Abt Stjepan Darašević am 11. März segnete; im Januar 1812 war der Bau fertig. Nach dem Erdbeben vom Mai 1817 repariert, wurde es ab Januar 1865 unter Ferdinand Karlo Rajner Pejačević erweitert: dreizehn Fenster an Nord- und Südfassade, Ecktürme mit Kuppeldächern, Volutengiebel, Balustrade und Uhr. 1943–45 nutzte die deutsche Wehrmacht das Schloss, im Keller lag ein Kriegskrankenhaus.
Das Schloss trägt den Namen der Adelsfamilie Pejačević, die mehrere Güter in Slawonien besaß. Die kroatische Komponistin Dora Pejačević, Tochter des Banus Teodor Pejačević, lebte hier Ende des 19. und Anfang des 20. Jahrhunderts. Heute beherbergt das Gebäude das Heimatmuseum Našice, die Stadtbibliothek mit Lesesaal und eine Galerie.
Das Herrenhaus funktioniert heute als Stadtmuseum von Našice und ist das ganze Jahr über für Besucher zugänglich. Geführte Touren werden regelmäßig angeboten und helfen dabei, die Räume und ihre Geschichte besser zu verstehen.
Die Küche stand in einem eigenen Gebäude im Park, und das Essen gelangte über eine elektrische Bahn durch einen unterirdischen Tunnel zum Schloss. Das Kleine Schloss, 1904–1905 als Jagdschloss für Marko VI. Pejačević erbaut, ruht auf einer Wanne aus Stahlbeton gegen Feuchtigkeit und Grundwasser – Anfang des 20. Jahrhunderts eine Neuheit im Bauwesen.
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