Malkocs Bej Mosque, Osmanische Moschee in Siklós, Ungarn
Die Malkocs Bej Moschee ist ein quadratisches Gebäude mit einer Seitenlänge von etwa 12,5 Metern und zeigt typische Merkmale der osmanischen Architektur. Das Innere bewahrt die charakteristische Raumaufteilung mit Mihrab und Minbar, die für Moscheen dieser Zeit üblich sind.
Das Gebäude entstand zwischen 1543 und 1565 während der osmanischen Besetzung Ungarns. Nach den Türkenkriegen wurde es in ein Wohnhaus umgewandelt, bevor es später wieder seiner ursprünglichen Funktion zurückgegeben wurde.
Das Gebäude dient der kleinen muslimischen Gemeinde, die sich während der Jugoslawienkriege in Siklós und Umgebung niederließ, als Gebetsort. Der rekonstruierte Innenraum wurde mit zeitgenössischen sakralen Objekten aus dem Ethnographischen Museum Ankara ausgestattet.
Das Gebäude ist leicht zu erreichen und fungiert sowohl als Museum als auch als aktiver Gebetsort für die lokale Gemeinschaft. Besucher können die Räume während der Öffnungszeiten besichtigen, sollten sich aber auf Geschlossene Zeiten während der Gebete einstellen.
Bei der Rekonstruktion des Innenraums half das Ethnographische Museum Ankara, das der Moschee zeitgenössische sakrale Gegenstände überließ. Das Minarett stand einst an der Westecke des Gebäudes, doch nur Bruchstücke seines Sockels sind erhalten. Die Moschee erhielt den Europa-Nostra-Preis 1993, bevor die Arbeiten 1994 abgeschlossen wurden.
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