Ungarn, Mitgliedstaat der Europäischen Union in Mitteleuropa
Ungarn ist ein Binnenstaat in Mitteleuropa, der Tiefebenen östlich der Donau, sanfte Hügel in Transdanubien und Gebirgsketten im Norden umfasst. Die Donau teilt das Land von Norden nach Süden in zwei geografische Hälften, während die Theiß im Osten fließt und der Balaton als größter See Mitteleuropas das westliche Binnenland prägt.
Die Magyaren ließen sich im Jahr 895 im Karpatenbecken nieder und gründeten unter Stephan I. im Jahr 1000 ein christliches Königreich. Nach der Niederlage bei Mohács im Jahr 1526 teilten sich Habsburg und das Osmanische Reich das Gebiet für über anderthalb Jahrhunderte, bis der Kompromiss von 1867 die österreichisch-ungarische Doppelmonarchie schuf.
Die ungarische Sprache gehört zur finno-ugrischen Familie und hebt sich als einzige nicht-indoeuropäische Sprache im Herzen Europas ab. Heutzutage erkennt man die jahrhundertealte Badekultur in zahlreichen öffentlichen Thermalbädern, wo Einheimische sich täglich entspannen und miteinander sprechen.
Ein dichtes Straßen- und Schienennetz verbindet Budapest mit allen Landesteilen und den sieben Nachbarländern, wobei Reisende mit Schengen-Visum oder EU-Pass die Grenzen problemlos überqueren können. Der Flughafen Budapest Ferenc Liszt bietet Verbindungen zu europäischen und weltweiten Zielen, während die Monate April bis Oktober mit mildem Wetter und langen Tagen am angenehmsten für Besichtigungen sind.
Mehr als 1300 natürliche Thermalquellen sprudeln aus dem Boden und machen das Land zum reichsten Thermalgebiet Europas, wobei allein in Budapest über 120 Quellen täglich rund 70 Millionen Liter warmes Wasser liefern. Diese geologische Besonderheit entstand durch tektonische Verwerfungen im Karpatenbecken, die erhitztem Grundwasser den Weg an die Oberfläche ermöglichen.
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