Saint Vincent de Paul church in Középsőferencváros, Katholische Pfarrkirche in Középsőferencváros, Ungarn
Die Kirche Saint Vincent de Paul ist ein neoromanischer Bau mit drei Schiffen, lateinischem Kreuzgrundriss, Querhaus und einem halbkreisförmigen, von einem Umgang umgebenen Chor. Ihr quadratischer Turm, etwa 50 Meter hoch, steht rechts der Hauptfassade und trägt eine Steinbedachung; die Dächer sind mit Eternitschiefer gedeckt, alle Gewölbe bestehen aus Stahlbeton. Drei Bogenportale, zu denen einige Stufen hinaufführen, öffnen den Eingang, über dem seit 1936 eine 220 cm hohe, aus Haraszter Kalkstein gehauene Statue des heiligen Vinzenz von Bory Jenő steht.
Das Gebäude entstand zwischen 1935 und 1936 nach Plänen des Architekten Gáspár Fábián und wurde im Oktober 1936 von Kardinal Jusztinián Serédi eingeweiht. Diese Periode war geprägt von einer Reihe kirchlicher Bauprojekte, die Budapest neu gestalteten.
Die Bleiglasfenster von József Palka zeigen Szenen aus dem Leben des Heiligen Vinzenz von Paul und prägen das Innere der Kirche. Diese Kunstwerke erzählen die Geschichte des Heiligen durch farbiges Licht, das die Besucher beim Betreten wahrnehmen.
Die Kirche verfügt über ein modernes Beinhaus, das 2001 renoviert wurde und Urnenbestattungen aufnimmt. Besucher finden hier regelmäßig Gottesdienste sowie Vorbereitung auf Sakramente vor.
Die beiden Glocken wurden am 11. Oktober 1936 von Erzbischöflichem Vikar János Mészáros vor Stiftern und Gläubigen gesegnet. Die große, dem heiligen Michael geweihte Glocke wiegt rund 360 kg, misst 87,6 cm im Durchmesser und klingt im Ton B; die kleinere, der heiligen Anna geweihte wiegt rund 110 kg, misst 58 cm und klingt im Ton F. Am 10. Oktober 2011 läutete die große Glocke den Mittag im Kossuth-Radio.
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