Saint Mary’s Abbey, Mittelalterliche Zisterzienserabtei in Dublin, Irland
St. Mary's Abbey ist eine mittelalterliche Zisterzienserabtei im Zentrum von Dublin, von der heute noch ein gewölbtes Kapitelsaal-Untergeschoss und einige Steinmauern erhalten sind. Die Überreste liegen unterhalb des modernen Straßenniveaus, innerhalb eines modernen Gebäudes, und vermitteln einen klaren Eindruck vom Grundriss des ehemaligen Klosters.
Die Abtei wurde 1139 gegründet und wenig später dem Zisterzienserorden angegliedert, was ihr schnelles Wachstum und ihre Bedeutung als religiöses Zentrum begünstigte. Im 16. Jahrhundert wurde sie im Zuge der Auflösung der irischen Klöster geschlossen und größtenteils abgerissen.
Das Kapitelhaus zeigt mittelalterliche Bodenfliesen und Steinmetzarbeiten, die das Handwerk der Mönche aus dem 12. Jahrhundert widerspiegeln. Die Schnitzereien und Fliesenmuster erzählen von der Kunstfertigkeit, die in diesem Kloster gepflegt wurde.
Der Zugang zu den unterirdischen Überresten ist nur im Rahmen von Führungen möglich, die nicht das ganze Jahr über stattfinden, daher empfiehlt es sich, den Besuch im Voraus zu planen. Die Stätte liegt mitten in der Stadt und ist gut zu Fuß erreichbar, allerdings muss man eine Treppe hinuntersteigen, um in den unterirdischen Raum zu gelangen.
Obwohl die Abtei nach ihrer Schließung weitgehend vergessen war, war es gerade hier, dass der Earl of Kildare 1534 seinen Aufstand gegen die englische Krone ankündigte, ein Ereignis, das als Aufstand des Seidenbarts bekannt ist. Diese Verbindung zur irischen Geschichte macht den Ort zu mehr als nur einem Kirchengebäude.
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