Steinkreis von Grange, Steinkreis bei Lough Gur, Irland
Der Steinkreis von Grange ist ein Ring aus 113 Steinen von etwa 48 m Durchmesser, der in einem rund 11 m breiten und 1,2 m hohen Erdwall liegt. Zwölf große Menhire sind über den Umfang verteilt, und ein von großen Steinen gesäumter Gang führt hinein. Der nördliche Eingangsstein Crom Dubh ist etwa 2,5 m hoch und wiegt über 50 Tonnen.
Der Steinkreis von Grange wurde um 2100 v. Chr. in der Bronzezeit errichtet, nicht im Neolithikum. Mit 113 Steinen auf 48 m Umfang ist er der größte der 340 Steinkreise Irlands. Bei der Ausgrabung von etwa einem Drittel der Anlage fand man Scherben neolithischer Keramik, zwei Herde mit menschlichen und tierischen Knochen sowie Bronzematerial. Ein Pfostenloch im Zentrum zeigt, dass der Kreis von dort aus eingemessen wurde, was seine fast perfekte Form erklärt.
Der irische Name Lios na Gráinsí bedeutet „Fort des Grange“, nach dem Townland An Ghráinsigh. Der nördliche Eingangsstein heißt Crom Dubh, nach einem keltischen Gott, und der Ort gilt weiterhin als heilig: Zu den Sommersonnenwenden versammeln sich dort Druiden und andere, und Besucher lassen Geld und Kristalle zwischen den Steinen zurück.
Der Steinkreis liegt auf einer Grasfläche 300 m westlich des Lough Gur, erreichbar über die R512 (Straße Limerick–Kilmallock) etwa 4 km nördlich von Bruff. Der Hauptkreis ist zu seinem Schutz eingezäunt, die Steine sind daher von außen zu betrachten. Der Boden ist uneben und oft feucht, festes Schuhwerk ist ratsam.
Am 17. August 2022 entdeckte der archäologische Fotograf Ken Williams mit Streiflicht auf den verwitterten Oberflächen bisher unbekannte Gravuren auf einem der Steine. Besucher legen außerdem Münzen und Kristalle im Kreis ab, und zu den Sommersonnenwenden versammeln sich dort Druiden.
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