Famine Monument, Bronzene Gedenkstatuen am Custom House Quay in Dublin, Irland.
Das Famine Memorial besteht aus sechs lebensgroßen Bronzefiguren, die in zerrissener Kleidung in einer Reihe zum Fluss Liffey gehen. Die Statuen fangen die Bewegung einer Flucht ein, wobei jede Figur einen anderen Moment der menschlichen Verzweiflung darstellt.
Das Memorial wurde 1997 geschaffen und würdigt die Große Hungersnot von 1845 bis 1849, in der etwa eine Million Menschen starben und eine weitere Million das Land verließ. Es erinnert an jene Zeit, als die schlimmsten Bedingungen viele Iren zur Auswanderung trieben.
Das Denkmal befindet sich an einem Ort, von dem aus viele Iren ihre Reise nach Nordamerika begannen und markiert einen Wendepunkt in der irischen Auswanderungsgeschichte. Die Figuren verkörpern die Hoffnung und Verzweiflung jener Menschen, die diesen Hafen verließen.
Das Denkmal liegt nahe der Sean O'Casey Brücke und ist 24 Stunden täglich kostenfrei zugänglich; man erreicht es leicht zu Fuß vom Stadtzentrum oder von Buslinien entlang des Quays. In der Nähe befindet sich auch das Jeanie Johnston Schiff, das Auswanderungsgeschichten zeigt.
Trotz ihrer dürren, eingefallenen Erscheinung wiegen die sechs Bronzefiguren jeweils etwa 420 Kilogramm, was die technische Meisterschaft des Bildhauers Rowan Gillespie zeigt. Diese Diskrepanz zwischen ihrer fragilen Ausstrahlung und ihrem massiven Material macht die emotionale Wirkung der Arbeit noch stärker.
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