National Famine Museum, Hungersnot-Museum in Strokestown Park, Irland.
Das National Famine Museum befindet sich im Herrenhaus Strokestown Park im Herzen der irischen Midlands und befasst sich mit der großen Hungersnot von 1845 bis 1852. Die Ausstellung präsentiert Originaldokumente, persönliche Gegenstände und Archivaufzeichnungen, die im Gebäude selbst aufbewahrt wurden.
Strokestown Park gehörte während der Hungersnot Denis Mahon, der detaillierte Aufzeichnungen über die Verwaltung seines Gutes führte, bis er 1847 ermordet wurde. Nach Jahrzehnten im Verborgenen wurde dieses Archiv in den 1980er Jahren im Haus wiederentdeckt und bildete die Grundlage für die Gründung des Museums.
Das Museum zeigt originale Briefe und persönliche Gegenstände von Pächtern und Grundbesitzern nebeneinander, was einen direkten Vergleich beider Perspektiven ermöglicht. Besucher können die alltägliche Kommunikation zwischen den verschiedenen Bevölkerungsgruppen jener Zeit hautnah nachvollziehen.
Audioguides in sechs Sprachen stehen zur Verfügung, darunter Englisch, Irisch, Französisch, Spanisch, Deutsch und Mandarin. Es empfiehlt sich, genügend Zeit einzuplanen, da die Ausstellung viele Texte und Dokumente enthält, die man in Ruhe lesen sollte.
Etwa 1490 Pächter von Strokestown wurden 1847 von Denis Mahon auf Schiffe nach Kanada gebracht, und viele von ihnen landeten auf Grosse Isle in Quebec, wo sich noch heute ein Denkmal befindet. Ein Teil der Dokumente im Museum verfolgt diese Reise direkt und schlägt so eine Brücke zwischen Irland und Kanada.
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