Cnoc Raithní, Grabhügel aus der Bronzezeit in Inisheer, County Galway, Irland.
Cnoc Raithní ist ein Hügelgrab aus der Bronzezeit auf der Insel Inisheer mit etwa 21 Metern Durchmesser. Eine zentrale Steinkammer mit aufgerichteten Platten ragt etwa 1,2 Meter hoch auf und ist von mehreren Grabkammern umgeben, die mit Kalksteinpfeilern markiert sind.
Das untere Teil des Hügelgrabs stammt aus der Zeit von 2000 bis 1500 v.Chr., während die obere Schicht Gegenstände aus dem Frühmittelalter zwischen dem 5. und 8. Jahrhundert enthält. Diese Überlagerung zeigt, wie Grabhügel über Jahrtausende hinweg für wiederholte Bestattungen genutzt wurden.
Der Ort trägt seinen Namen vom irischen Wort für Eberesche und zeigt, wie Begräbnisplätze über Jahrhunderte hinweg neu genutzt wurden. Die aufgerichteten Steine und die Anordnung der Gefäße deuten auf unterschiedliche Bestattungsrituale hin, die hier lange Zeit nebeneinander existierten.
Das Gelände wird durch die nationale Denkmalschutzbehörde gepflegt und bleibt für Besucher zugänglich. Man kann die Steinkammern und Kalksteinsäulen von außen betrachten; das Betreten der Grabstätten selbst ist aus archäologischen Gründen nicht möglich.
Der Hügel war fast 1.000 Jahre lang unter Sand verborgen, bis ihn ein schwerer Sturm 1885 freigelegt hatte. Diese plötzliche Entdeckung ermöglichte archäologische Ausgrabungen, die die verborgene Geschichte des Platzes ans Licht brachten.
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