Bnei Berak, Religiöse Stadt im Bezirk Tel Aviv, Israel
Bnei Brak ist eine Stadt im Bezirk Tel Aviv in Israel, die sich über ein kleines, dicht bebautes Gebiet im zentralen Küstenstreifen erstreckt. Das Stadtbild ist geprägt von engen Straßen, mehrstöckigen Wohnhäusern und zahlreichen kleinen Geschäften, die sich in den Erdgeschossen der Gebäude befinden.
Die Ortschaft wurde 1924 als landwirtschaftliches Dorf von einer Gruppe polnischer Einwanderer gegründet, die zunächst Zitrusfrüchte anbauten. Nach der Staatsgründung Israels wandelte sich der Ort rasch zu einem Zentrum ultraorthodoxer jüdischer Gemeinschaften und wuchs durch starke Zuwanderung religiöser Familien.
Die Geschäfte schließen freitags vor Sonnenuntergang und öffnen erst nach Ende des Sabbats wieder, während die Straßen dann weitgehend autofrei bleiben. In vielen Vierteln tragen Männer schwarze Mäntel und Hüte, Frauen kleiden sich bedeckt, und man sieht oft Kinder in traditioneller Kleidung auf dem Weg zur Schule.
Besucher sollten bedeckte Kleidung tragen, da die lokalen Bräuche religiöse Zurückhaltung erwarten, und Frauen sollten Arme und Beine bedecken. Am Freitagnachmittag und samstags ist fast alles geschlossen und der öffentliche Nahverkehr ruht weitgehend, sodass sich ein Besuch an anderen Wochentagen empfiehlt.
In einigen Straßen hängen an den Laternen Lautsprecher, über die religiöse Durchsagen und Gebetszeiten verbreitet werden. Viele Häuser haben keine Klingelschilder mit Namen, sondern nur Nummern, da die Bewohner eine gewisse Zurückhaltung gegenüber öffentlicher Kennzeichnung pflegen.
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