Israelische Nationalbibliothek, Nationalbibliothek in Jerusalem, Israel
Die Nationalbibliothek Israels nutzt einen 45.000 Quadratmeter großen Bau des Basler Büros Herzog & de Meuron, der am 29. Oktober 2023 im Regierungsviertel nahe der Knesset eröffnet wurde. Die helle Steinfassade hat eine Reihe hoher rechteckiger Fenster, getrennt durch senkrechte Steinpfosten, darüber ein Band aus geschnitzten, verbundenen Ornamenten. In das flach geneigte Dach ist ein großes dunkles ovales Oberlicht aus quadratischen Glasfeldern eingelassen.
Die Bibliothek entstand 1892 als B'nai-B'rith-Bibliothek in Jerusalem, der ersten öffentlichen Bibliothek für die jüdische Gemeinde der Region, auf Grundlage von rund 15.000 von Joseph Chazanovitz gesammelten Bänden. 1920 wurde ihr Bestand zur Grundlage der Bibliothek der Hebräischen Universität, die 1925 auf den Skopusberg und nach 1948 in das Terra-Sancta-Gebäude in Rehavia kam. Das Nationalbibliotheksgesetz von 2007 verlieh ihr diesen Status, wirksam am 23. Juli 2008.
Die Bibliothek beherbergt weltweit die größte Sammlung hebräischer und jüdischer Werke. Besucher können seltene Handschriften, historische Fotografien und Karten erkunden, die verschiedene Epochen abdecken.
Die Einrichtung nimmt zwei Exemplare jeder in Israel veröffentlichten Publikation auf, einschließlich Audio-, Video- und digitaler Materialien seit 2001 zur dauerhaften Erhaltung. Besucher sollten beachten, dass dies bedeutet, dass ständig neue Bestände hinzugefügt werden.
Der Neubau von Herzog & de Meuron umfasst 45.000 Quadratmeter; der Grundstein wurde 2016 gelegt, und nach kriegsbedingten Verzögerungen öffnete das Haus am 29. Oktober 2023 für das Publikum. Zu den digitalisierten Stücken zählt der Wormser Machsor aus dem 13. Jahrhundert.
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