Grüne Linie, Demarkationslinie in Jerusalem, Israel
Die Grüne Linie ist eine 320 Kilometer lange Demarkationslinie zwischen Israel und dem Westjordanland, die durch Kontrollpunkte und bauliche Barrieren entlang ihres gesamten Verlaufs gekennzeichnet ist. Sie durchquert Jerusalem und verläuft von der Küste bis ins Jordantal, wobei sie mehrere Siedlungen und Stadtgebiete durchschneidet.
Diese Grenze entstand 1949 aus den Waffenstillstandsabkommen zwischen Israel und seinen arabischen Nachbarstaaten nach dem ersten arabisch-israelischen Krieg von 1948. Der Verlauf der Linie orientierte sich an den Positionen der Streitkräfte zu dem Zeitpunkt, an dem die Kampfhandlungen eingestellt wurden.
Der Name des Grenzverlafs stammt von dem grünen Stift, mit dem Unterhändler die Demarkationslinie auf Karten einzeichneten. Heute begegnen Reisende dieser Grenze an Kontrollpunkten, wo sie Ausweise vorzeigen und Durchfahrtsgenehmigungen erhalten, bevor sie von einem Gebiet ins nächste wechseln.
Reisende benötigen gültige Ausweispapiere und eventuelle Durchreisegenehmigungen an den offiziellen Übergängen, die die beiden Gebiete voneinander trennen. Wartezeiten an den Kontrollpunkten variieren je nach Tageszeit, Wochentag und aktuellen Sicherheitsvorkehrungen, daher sollte man Zeit einplanen.
Die gesamte Grenzziehung wurde während der Waffenstillstandsverhandlungen innerhalb weniger Wochen auf Karten eingezeichnet, ohne dass vor Ort eine Begehung stattfand. Deshalb verlief sie teilweise durch bestehende Wohngebiete und schnitt Straßen sowie ganze Nachbarschaften voneinander ab.
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