Surat, Hafenstadt in Gujarat, Indien.
Surat liegt am Ufer des Tapti-Flusses, wenige Kilometer vor seiner Mündung ins Arabische Meer, und dient als Zentrum für Diamantenschleifereien und Textilfabriken. Die Stadt erstreckt sich über beide Ufer mit breiten Straßen, Industriezonen am Stadtrand und einem historischen Kern mit engen Gassen rund um den alten Hafen.
Die Stadt entwickelte sich im 16. Jahrhundert zu einem bedeutenden Hafen, an dem holländische, britische und portugiesische Händler Gewürze und Textilien verschifften. Nach 1759 übernahmen die Briten die Kontrolle und bauten den Ort zum Handelszentrum für Baumwolle aus.
Während der neuntägigen Navaratri tanzen Frauen und Männer traditionelle Garba-Kreistänze auf öffentlichen Plätzen und in Wohnvierteln. Die Märkte verkaufen das ganze Jahr über handgewebte Saris und Goldschmuck, besonders belebt zu Diwali, wenn Familien neue Kleidung kaufen und Süßigkeiten austauschen.
Die meisten Diamantenschleifereien befinden sich in geschlossenen Gebäuden und sind für Touristen nicht zugänglich, aber einige Textilmärkte in der Altstadt können besichtigt werden. Ein Besuch lohnt sich besonders von Oktober bis März, wenn das Wetter milder wird und lokale Feste stattfinden.
Neun von zehn Diamanten weltweit werden hier geschliffen und poliert, obwohl kein einziger Rohdiamant in Indien selbst abgebaut wird. Alle Steine kommen aus afrikanischen, russischen oder australischen Minen und werden zur Verarbeitung nach Surat importiert.
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