Lothal, Archäologische Stätte der Indus-Tal-Zivilisation in Gujarat, Indien
Lothal ist eine archäologische Stätte der Indus-Kultur im Bezirk Ahmedabad in Gujarat. Die Anlage zeigt Fundamente von Backsteinhäusern, einen rechteckigen Hafenbereich und Kanäle, die einst Wasser aus einem nahegelegenen Fluss ableiteten.
Die Stadt entstand um 2400 vor Christus am Zusammenfluss zweier Flüsse und entwickelte sich zu einem Handelshafen. Ausgrabungen in den 1950er Jahren brachten Siegel, Gewichte und Keramik ans Licht, die Verbindungen zu weit entfernten Regionen belegen.
Der Name bedeutet "Hügel der Toten" in Gujarati und verweist auf die Jahrhunderte, in denen niemand ahnte, was unter der Erde lag. Heute können Besucher Reste von Werkstätten sehen, in denen Handwerker Perlen polierten und Kupfer bearbeiteten.
Das Gelände ist überwiegend flach und bei trockenem Wetter leicht zu begehen. Das angrenzende Museum zeigt Fundstücke und gibt Erklärungen zum Alltag in der Hafensiedlung.
Forscher fanden Reste von Reisschalen, die zu den ältesten Belegen für Reisanbau in der Region gehören. Die Hafenanlage nutzte ein System von Schleusen, das den Wasserstand bei wechselnden Gezeiten regulierte.
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