Kozhikode, Küstenhandelsstadt in Kerala, Indien
Kozhikode ist eine Hafenstadt an der südwestlichen Malabarküste, die sich über mehrere Kilometer entlang des Arabischen Meeres erstreckt. Enge Gassen mit Gewürzlagerhäusern führen zu breiteren Straßen, wo Holzboote neben modernen Fähren am Hafen festgemacht liegen.
Vasco da Gama landete 1498 an dieser Küste und eröffnete die erste Seeroute zwischen Europa und Asien. Händler aus dem Nahen Osten hatten bereits Jahrhunderte zuvor regelmäßige Schiffsverbindungen zwischen arabischen Häfen und diesem Handelspunkt aufgebaut.
Muslimische Kaufleute verhandeln Geschäfte in Cafés neben Hindutempeln, während christliche Kirchen an derselben Straße ihren Gottesdienst abhalten. Malayalamsprecher treffen sich in Teestuben und Buchläden, wo Gedichtsammlungen neben traditionellen Tanzmasken im Schaufenster liegen.
Busse verbinden Wohnviertel mit dem Zentrum in etwa dreißig Minuten, während der Bahnhof Züge zu anderen Küstenstädten entlang des Arabischen Meeres anbietet. Rikschas fahren durch Seitengassen, die für größere Fahrzeuge zu eng sind.
Die Webereien produzieren noch immer Kaliko, einen ungefärbten Baumwollstoff, dessen Name vom früheren portugiesischen Stadtnamen Calicut stammt. Händler verkaufen diesen Stoff auf denselben Märkten, wo schon im Mittelalter Textilien zwischen Asien und Europa gehandelt wurden.
Die Community neugieriger Reisender
AroundUs vereint tausende ausgewählte Orte, lokale Tipps und versteckte Schätze, täglich bereichert von über 60,000 Mitwirkenden weltweit.